Eine phantastisch sagenhafte Erscheinung.
Franz Liszt in den Augen seiner
Töchter
Blandine und Cosima.
„Die Neuigkeiten von den Kindern... machen mir großes Vergnügen“, schrieb Franz Liszt 1844 aus Nímes an seine Mutter Anna Liszt. Erst neun Jahre später sollte es wieder zu einem persönlichen Treffen zwischen Vater und Töchtern kommen.
Die 1835 geborene Blandine und die 1837 geborene Cosima verlebten eine Kindheit ohne Eltern. Der in frühen Jahren als Wunderkind gefeierte und später in ganz Europa berühmte Klaviervirtuose Franz Liszt und seine Lebensgefährtin Marie d´Agoult übergaben ihre Kinder unmittelbar nach ihrer Geburt an Ammen, Pflegemütter und Erzieherinnen. Das mutet uns heute herzlos an, war aber in wohlsituierten Kreisen üblich. Die Töchter liebten ihren Vater über alle Maßen, und jedes Wiedersehen mit ihm wurde enthusiastisch gefeiert.
In Briefen, Tagebuchaufzeichnungen, verknüpft in einen fiktiven Dialog, erinnern sich Blandine, die später Émile Olivier (1869 für ein Jahr Premierminister Frankreichs) heiratete und Cosima, die spätere Gattin Richard Wagners und Hüterin Bayreuths, an ihren Vater, ihre Kindheit und die verschiedenen Stationen ihrer Erziehung. Es entsteht das Bild zweier verlassener Kinder, die keinesfalls Schuldige an ihrem Unglück benennen...
Dazu erklingen Lieder Franz Liszts, die, von ihm in späten Jahren noch einmal bearbeitet, durch ihre ganz besondere musikalische Sprache eine einzigartige Strahlkraft besitzen.
Mit:
Steffi Böttger und Maja Chrenko – Sprecherinnen
Stephan Heinemann – Bariton
Konstanze Hollitzer - Klavier
